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Ein Einblick in andere Welten

„Vous êtes l’élite“ – ein Satz den wir hier fast täglich zu hören bekommen. Ein prestigeträchtiges Studium, das die zukünftige Elite Europas ausbildet. (Nein, das ist nicht meine Meinung sondern O-Ton meiner Professoren!) Und natürlich, wenn man zur zukünftigen Elite ausgebildet wird, dann muss man auch lernen, wie es ist Elite zu sein, als solche behandelt zu werden und sich als solche zu verhalten. Ein Glück, dass es meine Uni gibt, die nimmt so etwas nämlich in die Hand.
Gestern war ein großer Tag, wir wurden von einem unserer Dozenten (praktischerweise ein Oberst) eines Kurses „Die NATO im 21. Jahrhundert“ eingeladen, sein Regiment zu besuchen und so standen wir pünktlich um 9:30 morgens zu 15 Mann vor der Uni und stiegen in den Bus (der natürlich von der Uni gesponsert war). Am Regiment angekommen, wurden wir, nachdem wir von stramm salutierenden Soldaten eingelassen wurden, von einem capitaine mit Handschlag begrüßt und sofort in die sehr repräsentativen Räume des commandement geleitet. Für jeden von uns lag ein Dossier bereit, mit dem Programm des Tages, einigen Informationen zu dem Regiment; schön gebunden, kann man als Elite ja erwarten...
Wir nahmen unsere Plätze ein (alleine wegen dieser höchst komfortablen Sitze würde es sich schon lohnen, zum Militär zu gehen) und hatten dann erst einmal Zeit den Raum, in dem wir waren näher zu betrachten. Konferenztisch, in einem anderen Teil des Raumes die Stuhlreihen, wie wir saßen, überall Bilder des Regiments und seiner Einsätze. Dezente, aber halbwegs geschmackvolle Einrichtung.
Nach der Begrüßung durch unseren Oberst (in gaaanz toller Uniform...) und einem Vortrag über sein Regiment (was ist es, wozu dient es, Zahlen und Fakten, etc.) gingen wir dann zum nächsten Programmpunkt über, der „démonstration stratégique et dynamique“. Auf dem großen Platz vor dem Hauptgebäude wurden uns sämtliche Fahrzeuge des Transportregiments vorgeführt, erklärt und im Anschluss durften wir selbst sie natürlich auch noch aus der Nähe besichtigen. Zwischendurch hatten wir noch einen Pressetermin, mit höchst repräsentativen Fotos und den passenden Interviews. Die Fahrzeuge waren alle sehr interessant (bis zu 700 PS!) und es war sehr nett sich von den Soldaten alles erklären zu lassen und sich auch einmal in diese riesigen Kolosse hineinzusetzen.
Perfekt nach dem Zeitplan kam es dann um 11.45 Uhr zu einer Table ronde, wo wir eine halbe Stunde Zeit hatten, uns mit den Soldaten zu unterhalten und „festzustellen, dass sie gar nicht so anders sind als wir“. (Die Tatsache, dass diese Aussage im selben Satz wie „ihr seid die Elite“ genannt wurde, lässt allerdings etwas anderes vermuten...) Es war ein sehr angeregtes Gespräch und uns wurde ein beeindruckender Einblick in das Leben eines Soldaten geboten. (Was eine dolle Formulierung!) Am besten ist mir doch in Erinnerung geblieben, wie diese Menschen zu Politik stehen. Sie interessiert sie nämlich gar nicht, bzw. was ich damit sagen will ist, dass sie sich keine Meinung zu bilden haben, da sie, egal was die Politiker verlangen, im Dienste des Vaterlandes bis zum Äußersten gehen und ihre Pflicht erfüllen. Eine beeindruckende Disziplin.
Im Anschluss an diese Gesprächsrunde gab es dann den Apéritif (Kir Royal!) an dem wir uns weiter mit den Soldaten unterhalten konnten, auf den ausdrücklichen Wunsch des Oberst. ☺ Man ging gemeinsam in den Speisesaal wo uns das Essen gereicht wurde. In Astérix Légionnaire heißt es „Je schlechter das Essen, desto besser die Armee – ich wusste nicht, dass die römische Armee so gut ist!“ ICH wusste nicht, dass dieses Regiment – geht man einmal diesem Grundsatz aus - so schlecht ist. Das Essen war super, es gab Wein und mal wieder ein typisch französisches „Wir-stopfen-die-Weihnachtsgans“-Essen.
Interessant war, was uns die Soldaten und auch Soldatinnen (bevor mir hier von einem gewissen SanOA der Kopf abgerissen wird...) über den Speisesaal erzählt haben. Er hat zwei Stockwerke, im unteren essen die „normalen Soldaten“, zu trinken gibt es Wasser und Soft Drinks. Will man zum Essen auch Wein trinken – seine Mahlzeiten also etwas stilvoller gestalten – muss man schon mindestens den Offiziersrang erklommen haben. Auf diese Weise wurden bei uns die Soldaten, die extra für uns Wochenenddienst leisten mussten, etwas entschädigt. Wie sie uns erzählten: Wir sind 24/24 Stunden Soldaten und wenn wir über Weihnachten zu einer Mission müssen, dann ist es eben so. Es ist unsere Pflicht.
Im Anschluss, nachdem wir während des Mittagessens weiter gequatscht und uns noch mehr mit der Soldatenwelt vertraut gemacht hatten, ging es in die „lounge“, zum Kaffeetrinken. Die Einrichtung war der Wahnsinn, man würde nicht darauf kommen, dass man in einem Regiment war, es war hell, freundlich und gemütlich. Der Kellner, der uns schon beim Apéritif „bedient“ hatte, kümmerte sich auch hier um uns und wir hatten die Möglichkeit, unsere Gegenüber darüber aufzuklären, dass wir auch nur ganz normale Studenten sind und keine Diplomatenkinder, die durch die Eltern getrieben und durch verschiedene Verbindungen in eine Eliteuni eingeschleust wurden. Und sie waren mindestens genauso erstaunt über unsere Antworten wie wir es über ihre waren.
Trotz der weiterhin aufrechterhaltenen „Standesunterschiede“ – als Gäste des Oberst, ihrem großen Chef über knapp 1000 Menschen wurden wir mit größtmöglichem Respekt behandelt – gab es Annäherungen. Und euch Soldaten, SanOAs und was auch immer, ich kann euch inzwischen immer besser verstehen, wieso ihr zum Militär gegangen seid. Die Atmosphäre in diesem Regiment war super angenehm und es herrschte eine beeindruckende Kameradschaft. Was ich zwar immer noch nicht verstehen kann, ist, mit welcher Gelassenheit die gerade am Vortag erfahrene Nachricht, dass ein Drittel des Regiments bald in de Tschad geschickt wird, aufgenommen wurde. Die Disziplin und die Pflichterfüllung ist beeindruckend!
Alles in allem, also ein super Tag, den ich gerne in Erinnerung behalten werde.

14.1.08 11:27


Szenen einer Ehe

Ja, da staunst du was, Computer? Hättest du wohl nie erwartet, dass ich dich verlasse! Aber ich habe es getan! Mir reicht es! Nicht nur, dass du deine dauernden Querelen mit W-Lan nicht endlich beilegen konntest. Nein, du musstest mich ja auch noch bis zur Weißglut treiben und dich dauernd weigern, die Aufträge auszuführen um die ich die gebeten habe. Und als dich dann gezwungen habe, es trotzdem zu tun, hast du aus lauter Bosheit die Daten, die ich dir anvertraut habe, vergessen und gelöscht. Das verstehe ich nicht unter Beziehung!

Pah. Du kannst mich mal, ich bin dich losgeworden und habe dich durch ein MacBook ersetzt. Ja! Da staunst du, was? Mit einem MacBook wirst du NIE mithalten können! Es sieht besser aus als du. Es ist kleiner und leichter als du und allein schon deswegen ein besserer Partner als du. Aber nicht nur das – sein Charakter ist auch noch viel freundlicher. Es ist viel logischer und tut immer genau was ich sage. Es ist übersichtlicher. Es ist stabiler. Es ist stylisher. Da kann so ein kleiner Wurm wie du ja schon mal gar nicht mithalten.
Aber das allerwichtigste Kriterium: Es und W-Lan sind die besten Freunde! Kein einziges Mal bis jetzt haben sich die beiden gestritten. Nie! Na, was sagst du dazu? Komisch, ne? Man kann sich mit einem W-Lan vertragen! Ja, es ist möglich!

Ich trauere dir nicht nach, PC. Mit Mac habe ich die eindeutig bessere Partie gemacht. Wir beide sind glücklich zusammen, viel glücklicher als ich es mit dir jemals gewesen bin. Ich hoffe, dass unsere Beziehung jetzt sehr lange andauern wird. Die ganze Welt steht uns beiden offen, wir haben so viele Möglichkeiten und das alles verdanke ich MacBook!
Ich möchte dich deshalb bitten, mich nicht mehr zu belästigen. Versuch es gar nicht erst. Ich habe mich entschieden. Gegen dich. Es war eine schöne Zeit mit dir, aber schönere Zeiten erwarten mich! MacBook und ich sind einfach die perfekten Partner! Verlass mich bitte nie wieder, MacBook!

In Liebe,

S.


17.1.08 23:43





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